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Über das PEA Spekulum

PEA Spekulum
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Das Problem mit den herkömmlichen Spekula

Gynäkologische Untersuchungen beruhen bis heute auf einem Instrument, das seit fast 200 Jahren kaum verändert wurde: dem Vaginalspekulum. Dieses klassische Spekulum ist in erster Linie für die Perspektive der Ärzt:innen gestaltet – nicht für das Erleben der Patient:innen. In einer ersten Befragung des Peva Project mit 110 Personen mit Vagina im Alter zwischen 18 und 55+ gaben 48 % an, die Untersuchung als unangenehm, schmerzhaft oder beschämend zu empfinden.

Diese Erfahrungen haben Folgen: Viele verschieben oder vermeiden Vorsorgeuntersuchungen aus Angst vor dem Spekulum und der damit verbundenen Situation. Weniger Screening bedeutet eine schlechtere Prävention von Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane.

Nur ein kleiner Teil der Befragten hatte jemals die Möglichkeit, das Spekulum selbst einzuführen – diese Personen berichteten jedoch von einer deutlich verbesserten Untersuchungserfahrung. Bestehende Alternativen zum klassischen Spekulum variieren meist in Material oder Form, ohne die grundlegende Interaktion wirklich zu verändern: Die Patient:in bleibt passiv, der Kontrollverlust bleibt bestehen.

Die Ergebnisse unserer Forschung zeigen klar: Patient:innenautonomie ist eines der zentralen, bislang unterschätzten Bedürfnisse in der gynäkologischen Versorgung – und direkt mit Teilnahme an Vorsorge und Gesundheit verbunden.

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Validierung mit Patient:innen und Fachpersonal 

Das Konzept des PEA Spekulums basiert auf Interviews mit Gynäkolog:innen, einer quantitativen Umfrage sowie einer Analyse bestehender Spekulum-Designs. Mehrere funktionale Prototypen des PEA Spekulums wurden entwickelt, in iterativen Schleifen getestet und verfeinert.

Das Design ist rechtlich geschützt, und erste klinische Partnerschaften in der Schweiz sind etabliert. Nach Abschluss einer ersten Pilotserie laufen derzeit weitere, von der Ethikkommission genehmigte Testphasen. Geplant sind insgesamt rund 150 bis 250 dokumentierte Anwendungen in Schweizer Partnerkliniken – darunter im Triemli Spital Zürich, der GynHealth AG Zürich und der Frauenpraxis Saemann in Solothurn.

Die bisherigen Tests bestätigen die Gebrauchstauglichkeit und zeigen konkrete Verbesserungspotenziale auf. Die laufende Validierung dient der weiteren Optimierung von Komfort und Handhabung sowie der Dokumentation der klinischen Leistungsfähigkeit des PEA Spekulums.

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Unser Ansatz: selbstbestimmte Einführung des Spekulums 

Die Antwort des Peva Project ist das PEA Spekulum – ein neu gestaltetes gynäkologisches Spekulum, das die selbstbestimmte Einführung ermöglicht. Es verlagert den entscheidenden Moment der Untersuchung – die Einführung des Vaginalspekulums – in die Hände der Patient:in und bleibt dabei vollständig mit bestehenden klinischen Abläufen kompatibel.

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Es handelt sich nicht um eine rein ästhetische Neugestaltung, sondern um einen Paradigmenwechsel in der Interaktion: Während andere Innovationen sich vor allem auf Materialien oder Schaftergonomie konzentrieren, setzt das PEA Spekulum an der Wurzel des Unbehagens an – dem Verlust von Kontrolle, der Anspannung und der daraus resultierenden unwillkürlichen Kontraktion des Beckenbodens.

Durch die Verlagerung des Einführungsprozesses zur Patient:in verwandelt das Peva Project die Untersuchung von einem passiven Erleben in eine aktive, selbstbestimmte Erfahrung. Das PEA Spekulum ist damit nicht einfach ein verbessertes Vaginalspekulum, sondern der erste Schritt zu einer neuen, patient:innenorientierten Kultur gynäkologischer Versorgung.

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Mehrfach ausgezeichnet

Das Peva Project und das PEA Spekulum wurden bereits mehrfach von renommierten Institutionen in den Bereichen Design, Innovation und Medizin anerkannt und gefördert. Dazu zählen unter anderem der Schweizerische Nationalfonds (SNF), die Gebert Rüf Stiftung, Pro Helvetia, Innovation Basel und die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), die das Peva Project als Flaggschiffprojekt unterstützt.

Auch in der Design- und Innovationsszene findet das neue Spekulum grosse Beachtung: Nominierungen und Auszeichnungen bei Hochparterre “Die Besten in Design”, dem Swiss Gender Medicine Symposium, dem Design Preis Schweiz und den Swiss Design Awards 2026 unterstreichen die Resonanz des Projekts.

Diese Erfolge machen das PEA Spekulum zu einer glaubwürdigen, öffentlich sichtbaren Innovation an der Schnittstelle von medizinischem Design, Frauengesundheit und Gleichstellung in der Medizin.

PEA Spekulum
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